Den eigenen Traumjob finden – wie funktioniert das? | Meine Stellenbörse Bewerberblog

Den eigenen Traumjob finden – wie funktioniert das?

Die meisten Menschen streben nach einem erfüllten Job. Jeder Beruf kann unangenehme Aufgaben, Kunden oder Phasen mit sich bringen. Doch wenn das Umfeld – Kollegen und Vorgesetzte – stimmt und der Großteil der Aufgaben Freude bereitet, geht man mit einem guten Gefühl zur Arbeit oder man freut sich sogar auf den neuen Arbeitstag. Dies zeigt auch eine Umfrage im Auftrag des Bundesarbeitsministerium für Arbeit und Soziales kurz BMAS. Demnach ist den Arbeitnehmern heute neben der Arbeitsplatzsicherheit vor allem die Zusammenarbeit mit netten Menschen sehr wichtig.

Wer hingegen bereits morgens ungern aufsteht und mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit geht, für den ist es an der Zeit, sich beruflich zu verändern. Die Suche nach dem Traumjob kann sich dabei schwierig gestalten, doch wenn man ihn gefunden hat, kann das gesamte Leben deutlich leichter sein. Wie jeder für sich den perfekten Job findet, soll dieser Ratgeber mit einigen Tipps und Informationen erklären.

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Viele Kinder träumen davon, später Astronaut zu werden. Doch besteht der Traum auch noch kurz vor dem Jobeinstieg?

Eigene Wünsche und Vorlieben analysieren

Wer kurz vor seiner Ausbildung oder seinem Studium steht, hat die Herausforderung, sich über seinen gesamten künftigen Weg Gedanken zu machen. Über verschiedene Praktika oder Nebenjobs konnten die Berufsanfänger vielleicht schon erste Erfahrungen im Job sammeln – doch die Eindrücke vom Berufsalltag sind häufig nicht ausreichend, um eine konkrete Wahl für den weiteren Weg zu treffen.

Und auch Berufserfahrene können den Wunsch nach Veränderung verspüren. Gerade, wenn man sich im Job oder seinem Arbeitsumfeld nicht mehr wohl fühlt, kommt häufig der Wunsch nach Veränderung auf. Oft ist einem aber dann noch nicht bewusst, was das genau für eine Veränderung sein soll. Dies ist der ideale Zeitpunkt, sich seine Wünsche und Träume bewusst zu machen. Wer nach seinem Traumjob sucht, sollte seine innere Stimme suchen und sich zum Beispiel fragen:

  • Was kann ich / worin bin ich gut?
  • Wofür interessiere ich mich?
  • Was macht mir Spaß?
  • Was macht mich glücklich?

Hier spielt auch das Thema „Selbstverwirklichung“ eine nicht unwesentliche Rolle. Wer beispielsweise finanziell nicht zu eng gebunden ist, kann seine Träume verwirklichen. Der Weg in die Selbstständigkeit oder die Unterstützung einer gemeinnützigen Organisation sind nur zwei Beispiele dafür, wonach Menschen in ihrem Leben streben.

Wünsche und Fähigkeiten miteinander abgleichen

Wünsche und Träume hat vermutlich jeder – doch wer sich beruflich verändern möchte, sollte sich nicht nur über seine Wünsche, sondern auch über seine Fähigkeiten bewusst sein. Bei der (Neu-) Orientierung im Berufsleben spielt laut Karrieremagazin.de die Selbstreflexion eine entscheidende Rolle. Dabei sollten die eigenen Wünsche mit den tatsächlichen Fähigkeiten abgeglichen werden. Dazu eignet sich zum Beispiel eine einfache Tabelle, bei der die Wünsche und Bedürfnisse notiert und mit der Wichtigkeit versehen werden. Die eigenen Stärken und Schwächen kann man, wenn möglich, im nächsten Schritt den einzelnen Wünschen und Bedürfnissen gegenüberstellen. Ein kleines Beispiel soll dies verdeutlichen:

Wunsch / Bedürfnis Wichtigkeit Eigene Stärken Eigene Schwächen
Finanzielle Sicherheit Hoch
Kreativität Hoch Musikalisch
Kontakt zu Menschen Niedrig Schlecht in Teamarbeit
Entscheidungen treffen Niedrig Unsicher bei neuen Themen
Selbstständiges Arbeiten Hoch Sehr hohe Selbstständigkeit bei bekannten Themen Unsicher bei neuen Themen
Verantwortung Hoch Sehr hohes Verantwortungsbewusstsein im eigenen Aufgabenfeld Schlecht darin, Verantwortung für andere zu übernehmen

Die Liste mit den Wünschen und Bedürfnissen kann beliebig lang sein. Bei der Hinterlegung von Stärken und Schwächen ist Ehrlichkeit zu sich selbst besonders wichtig. Da das Selbstbild jedoch teilweise stark vom Außenbild abweichen kann, sollte man den Rat von Freunden, Familie oder Kollegen berücksichtigen. Freunde und Familie eignen sich ideal, um nach besonderen Charaktereigenschaften wie „hilfsbereit, zuverlässig oder chaotisch“ zu fragen.

Die Einschätzung aus dem näheren Umfeld hilft dabei, die eigenen Stärken und Schwächen besser kennenzulernen – und gezielt bei der Berufswahl einzusetzen. Wem zum Beispiel finanzielle Sicherheit sehr wichtig ist, sollte von Berufen mit geringem Einkommen oder mit unsicheren Arbeitsplätzen Abstand nehmen. Wer hingegen ein großes Bedürfnis hat, mit Menschen zu kommunizieren und zu arbeiten, der sollte nicht nach einem Job suchen, der einen alleine an den Schreibtisch fesselt.

Was sollte sonst noch beachtet werden?

Die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu selektieren, kann eine schwierige Aufgabe sein. Nicht nur, dass das Bewusstsein über die wichtigen Skills im Berufsalltag fehlen, auch die Überforderung mit der Selbstreflexion kann die Listenerstellung von Wünschen, Bedürfnissen, Stärken und Schwächen zu einem nahezu unüberbrückbaren Hindernis machen. Wer bei der Selbstreflexion eigenständig nicht vorankommt, kann unterschiedliche Unterstützung in Anspruch nehmen:

  • Coaching: Beim Coaching zur beruflichen (Neu-) Orientierung unterstützt ein Coach den Suchenden. Dabei wird beispielsweise ein Persönlichkeitsprofil mit Bedürfnissen und Wünschen, Stärken und Schwächen angelegt. Außerdem können Coaches dabei helfen, das Selbstmarketing zu verbessern und somit eine positive und selbstbewusste Außenwirkung zu erzielen.
  • BIZ: Das Berufsinformationszentrum (BIZ) ist ein Angebot der Agentur für Arbeit und ist in der Regel in jeder größeren Stadt zu finden. Das BIZ bietet nicht nur Berufsberater, sondern auch Informationsmaterial zu den verschiedensten Berufen (inklusive Anforderungen an die Bewerber und Inhalten zu den Tätigkeiten) oder einen Berufstest, der am Computer des BIZ gemacht werden kann.
  • Online Berufstests: Unterschiedliche Online-Plattformen bieten kostenlose und kostenpflichtige Berufstests an. Diese sollen dabei helfen, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse, Stärken und Schwächen zu definieren und damit den idealen Job zu finden.

Das Wichtigste bei der Suche nach dem eigenen Traumjob ist die Ehrlichkeit zu sich selbst. Um herauszufinden, was einen glücklich macht und worin man gut ist, sollten speziell die Schwächen ehrlich beantwortet werden. Wer beispielsweise davon träumt, Gitarrist in einer Band zu werden und bereits am Lesen der Noten scheitert, sollte sich anderen, realistischeren Wünschen zuwenden.

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Für welchen Job soll man sich bewerben?

Fazit

Auf der Suche nach dem persönlichen Traumjob nehmen die eigenen Wünsche und Bedürfnisse eine zentrale Rolle ein. Kreative Menschen sind als „Zahlendreher“ denkbar schlecht beraten. Genauso, wie Menschen mit Zahlenaffinität oder geringem Interesse an der Arbeit mit anderen Menschen nicht Erzieher werden sollten. Wünsche und Bedürfnisse sollte man jedoch, um den richtigen Beruf zu finden, mit den eigenen Stärken und Schwächen abgleichen. Dabei bietet es sich an, auch bei Freunden und Familie nach besonderen Charaktereigenschaften zu fragen. So können neue Erkenntnisse gewonnen werden, die einem selbst bisher unbekannt waren.

 

Bildquellen:

Abbildung 1: © skeeze (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Abbildung 2: © HebiFot (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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