GEZ Befreiung für Hartz IV Empfänger

© Marek Gottschalk - Fotolia.com
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Seit dem Jahr 2013 müssen sämtliche Haushalte einen monatlichen Rundfunkbeitrag zahlen – ob sie Empfangsgeräte besitzen oder nicht. Hartz-4-Empfänger gehören jedoch zu dem Personenkreis, der sich von diesem Beitrag befreien lassen kann. Dies geschieht mithilfe eines speziellen Befreiungsantrages.

Selbst aktiv werden

Die Rundfunkgebühren werden einem Hartz-4-Empfänger nicht automatisch erlassen – er muss einen Antrag stellen. Dieser Antrag kann auf verschiedenen Webseiten aufgerufen und ausgedruckt werden, wenn ein entsprechender Suchbegriff eingegeben wird, so dass der Antragsteller ihn nur noch auszufüllen braucht. Zusammen mit einer beglaubigten Kopie des ALG-2-Bescheides wird der Antrag dann abgeschickt.

Was zum Antrag gehört

Auf dem ausgedruckten Antrag werden die persönlichen Daten wie Name, Adresse und Geburtsdatum eingetragen. Dazu kommt der Grund für die Beitragsbefreiung – hier gibt es mehrere, denn neben ALG-2-Beziehern können sich zum Beispiel auch Empfänger einer Erwerbsminderungsrente oder einer Grundsicherung im Alter befreien lassen. Nun muss dem Antrag eine Kopie des Nachweises über die bezogenen Leistungen beigelegt werden. Diese Nachweise gibt es auf Anfrage bei dem Amt, das die Leistungen zahlt. Sie müssen explizit die Höhe der bezogenen Leistungen enthalten. Wenn der Nachweis auch noch für andere Zwecke verwendet wird und deshalb nicht im Original verschickt werden soll, ist eine Beglaubigung der Kopie erforderlich. Diese Beglaubigung führen neben der Agentur für Arbeit auch Meldebehörden, Gemeindeverwaltungen oder Bürgerbüros durch.

Wohin wird der Antrag geschickt?

Der Antrag und der Nachweis werden nun einfach in einem frankierten Umschlag an folgende Adresse gesendet:
ARD ZDF Deutschlandradio
Beitragsservice
50656 Köln

Die aufgrund des Antrages erteilte Befreiung vom Rundfunkbeitrag gilt ab dem Datum, das auf dem Bescheid über die Bewilligung des ALG 2 enthalten ist – also ab dem Zeitpunkt des Bezuges dieser Leistung. Einzige Bedingung: Der Antrag wird binnen zwei Monaten nach der Leistungsbewilligung eingereicht. Bei einem frühzeitig gestellten Antrag ist die Befreiung also schnell möglich.

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