Karriereaus?! – Überqualifikation als Hindernis | Meine Stellenbörse Bewerberblog

Karriereaus?! – Überqualifikation als Hindernis

© Serg Nvns - Fotolia.com
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Der Begriff Überqualifikation ist nicht von ungefähr in Verruf geraten. Schließlich wird er in der modernen Arbeitswelt nur allzu häufig als Ausrede auf Seiten potentieller ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen gleichermaßen verwendet. Doch was hat es damit eigentlich genau auf sich und inwiefern lohnt es sich, zwischen den Zeilen zu lesen, um diesem Argument auch einen gewissen Wahrheitsgehalt abgewinnen zu können und die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt nicht unbewusst zu schmälern?

Ein zeitgenössisches Phänomen im Diskurs

Je nach beruflicher Ausbildung wird einem Großteil der Arbeitssuchenden die Ablehnung einer Bewerbung aufgrund von Überqualifikation nicht unbekannt sein. Dass es sich dabei zumeist nur um eine Floskel handelt, die die wahren Gründe verschleiert, dürfte sich ebenfalls bereits herumgesprochen haben. Schließlich ermöglicht dieses Argument allen Beteiligten, das Gesicht zu wahren. Dass eine derartige Begründung jedoch keine Hilfestellung für zukünftige Bewerbungen darstellt, ist ebenfalls nachvollziehbar. Sind die Anforderungen sowie die Qualifikationen der Arbeitssuchenden passgenau, so kann man von einer fadenscheinigen Ausrede auf Seiten des Unternehmens ausgehen, welches einer anderen Bewerbung vielleicht aufgrund bestehender persönlicher Kontakte oder Empfehlungen den Vorrang gibt.

Irrtümer auf Seiten Arbeitssuchender und wie sich diese vermeiden lassen

Wer bereits die leidvolle Erfahrung einer Ablehnung aufgrund einer zu hohen Qualifikation gemacht hat, neigt dazu, die Zahl der eigenen Bewerbungen zu reduzieren und es bei einigen Ausschreibungen gar nicht erst zu versuchen. Dies erweist sich jedoch als denkbar ungeeignetste Strategie, da sie einem nicht nur wichtige Perspektiven nimmt, sondern auch zu einer gefährlichen Fehleinschätzung der eigenen Qualifikationen und Fähigkeiten führen kann. Grundsätzlich empfiehlt es sich, weiterhin konsequent die Anforderungsprofile interessanter Unternehmen und Positionen mit den eigenen Vorstellungen und Erwartungen von dem zukünftigen Arbeitsplatz abzugleichen und sich auch nicht von eventuellen Absagen beirren zu lassen. Zudem ist es ratsam, ausreichend Zeit für eine umfangreiche Recherche einzuplanen, um seine Bewerbung ganz auf die Bedürfnisse der jeweiligen ArbeitgeberInnen zuschneiden zu können.

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