Vieles spricht dafür und kaum etwas dagegen – Der Auslandsaufenthalt

Wer will nicht mindestens einmal im Leben alles hinter sich lassen und für einige Monate in eine ganz andere Welt eintauchen? Bei einem längeren Auslandsaufenthalt ist das möglich. Vor allem das Prinzip „Work and Travel“ bereichert, begeistert und ist lehrreich, und das unabhängig davon, wo man sich gerade im Leben befindet. Egal, ob man noch studiert, mitten in der Ausbildung steckt oder bereits mitten im Berufsleben steht: Der Mehrwert eines Auslandsaufenthaltes ist riesig! Wer ein reines Auslandsstudium plant kann sich vorab auf der Homepage vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.) über das studieren im Ausland informieren.

„Horizont erweitern“ – was bedeutet das eigentlich?

horizont

Wer ins Ausland geht, „erweitert seinen Horizont“, heißt es so schön. Das ist natürlich unbezahlbar, aber was es genau für die Karriere und die weitere Entwicklung bedeutet, bleibt im Dunklen. Natürlich ist klar, dass jeder, der längere Zeit im Ausland lebt, automatisch dazulernt. Die Sprachkenntnisse und die Ortskenntnisse verbessern sich und werden optimiert. Ein Land, das wir bisher nur vom Urlaub oder dank zahlreicher Internet-Infos kannten, geht nun unter die Haut. Nach einiger Zeit wissen wir, wie die Leute dort ticken, denken und fühlen. Sind New Yorker wirklich so hektisch, wie allgemein immer behauptet wird? Ist das Leben in Australien wirklich so entspannt, und halten die Spanier tatsächlich jeden Tag Siesta? Nur derjenige, der dort gelebt und gearbeitet hat, wird Pauschalurteile vom wirklichen Leben unterscheiden können und kann – mit Recht – von sich behaupten, dass er über den Tellerrand hinausgeblickt und seinen Horizont nachhaltig erweitert hat. Im Berufsleben können diese Kenntnisse einen wichtigen Vorteil bringen, weil man internationale Partner viel besser einschätzen kann.

Die soziale Kompetenz – wichtiger denn je

Teamarbeit geht heute über alles. Selbst in einem Home-Office sind wir meist Teil eines Teams, auch wenn es nur virtuell bestehen mag. Die soziale Kompetenz gehört zwar zu den sogenannten „soft skills„, wird aber in zahlreichen Stellenangeboten gefordert. Wie kann man aber beweisen, dass man wirklich in der Lage ist, auf andere Menschen einzugehen, sie zu verstehen und in jeder Situation die Ruhe zu bewahren, weil man sein Gegenüber richtig
einzuschätzen weiß? Wer einige Zeit im Ausland gelebt und gearbeitet hat, kann hier massiv punkten. Denn während eines längeren Aufenthalts im Ausland werden diese Fähigkeiten täglich gefordert – und nachhaltig gefördert. Wer einen Auslandsaufenthalt erfolgreich und glücklich abschließt, hat unter Beweis gestellt, dass er soziale Kompetenz besitzt.

Kulturelle Kompetenz und unschätzbare Kontakte

In fast jedem Menschen, der längere Zeit im Ausland gelebt hat, wächst außerdem die kulturelle Kompetenz. Wir verstehen auf einmal besser, warum sich Menschen in anderen Ländern so oder so verhalten. Wir freunden uns mit diesem „Anderssein“ an und können nun einen interkulturellen Kontext zu unserem Leben in Deutschland aufbauen. Während wir von Tag zu Tag dazulernen, treffen wir auch ständig neue Leute und knüpfen Kontakte, die für das weitere Leben von unschätzbaren Wert sind. Oft entstehen innige Freundschaften, die viele Jahre lang andauern. Nicht selten werden auch wichtige Beziehungen aufgebaut, die uns im späteren Geschäftsleben weiterbringen. Die Zeit im Ausland kann sogar gezielt dazu genutzt werden, Unternehmen vor Ort aufzusuchen und sich vorzustellen.

Was garantiert einen erfolgreichen Auslandsaufenthalt?

Kein Auslandsaufenthalt ist wie der andere, denn jeder Einzelne muss im Vorfeld entscheiden, was er sich davon eigentlich erhofft. Soll es ein studiumsrelevantes Praktikum sein oder will man hauptsächlich reisen und unverpflichtend jobben? Will man an einem Ort bleiben oder ein ganzes Land oder sogar einen Kontinent mit verschiedenen kurzen Job-Aufenthalten kennenlernen? Manche entscheiden sich für ein freiwilliges Jahr in Afrika, andere bevorzugen einige Zeit in einem angesehenen Hotel, weil sie eine Karriere in der Hotelbranche planen. Die einen verbessern ausschließlich ihre Englischkenntnisse als Au-pair in England, die anderen arbeiten auf einer Farm in Australien um Englisch zu lernen und erfahren dabei gleichzeitig vieles über das Outback, über Schafe – und die Einsamkeit. Wieder andere
interessieren sich für die zahlreichen Job-Angebote in der Tourismusbranche, arbeiten als Guide oder in einem Eventbüro und sind ständig von Menschen umgeben.

Einen guten Überblick über alle Möglichkeiten erhält man auf der Webseite auslandsjob.de, auf der zahlreiche Job-Angebote zusammengetragen wurden. Hier finden sich auch alle wichtigen Infos, die man vor einem längeren Auslandsaufenthalt braucht. Erfolgreich wird der Aufenthalt auf jeden Fall, wenn schon vor der Reise alles gut geplant ist – und wenn man vor Ort dann völlig entspannt für alles Neue wirklich offen ist!

Lesen Sie bitte auch den 2 Teil: Studieren im Ausland.

Bildquellen: Bild 2: RyanMcGuire / pixabay.com Lizenz:  CC0 Public Domain

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