Chefs sind im Charakter unterschiedlich

© Pictures news - Fotolia.com
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Leider kann man sich seinen Chef selten selbst aussuchen. Man muss damit klarkommen, dass unterschiedliche Chefs einen unterschiedlichen Charakter haben. Man sollte aber wissen, welche Charaktertypen vorkommen und wie die jeweils einzuschätzen sind. Denn je nach Typ muss man unterschiedlich vorgehen, um seinen Chef in den Griff zu bekommen. Ist der Chef konfliktscheu und eher auf Harmonie bedacht? Dann sollte man mit konstruktiven Vorschlägen kommen, um Konflikte bereits im Ansatz zu unterbinden. Ist der Chef eher ein Choleriker, der schnell Dampf ablassen kann? Dann sollte man warten, bevor man mit einem dringenden Wunsch auf den Chef zugeht. Typen von Chefs werden durch Alltagspsychologie und praktische Philosophie verständlich gemacht. Oft kann der Chef als Narzisst, als zwanghaft Gestörter, als sachbetonter Experte, als theatralische oder als depressive Person wahrgenommen werden.

Der Chef als Narzisst: Ich, ich, ich lautet sein Credo

Narzissten sind von sich überzeugt und reden überwiegend von sich und ihren Leistungen. Spricht man sie auf ein Sachthema an, dann dauert es nicht lange und sie erzählen in langen Sätzen, wie sie die Welt sehen und welche spezifischen Erfahrungen sie in dieser Welt gemacht haben, um zum Erfolg zu kommen. Narzissten sind einfach zu manipulieren. Man muss nur stets ihr Ego mit Komplimenten füttern, um schließlich das zu bekommen, was man braucht.

Der zwanghafte Chef: Nur Ordnung kann die Welt retten

Chefs sind oft zwanghaft. Sie sehen die Welt als nach ihrem Modell gestaltet und verfallen in Panik, wenn etwas passiert, mit dem nicht zu rechnen war. Wer unter solchen Chefs arbeitet, der muss sich genau an die Vorgaben halten, die diese geben. Auch wenn das nicht in jedem Einzelfall stimmig ist. Wenn man hingegen Veränderungen auslösen möchte, dann muss man sich ein Verfahren des Chefs raussuchen, das gut den eigenen Vorstellungen angepasst werden kann. Wenn man dem Chef erklären kann, dass das von ihm entwickelte Verfahren genau diesen Weg vorschreibt, dann ist die Zustimmung des Chefs vorprogrammiert.

Für den sachlichen Chef zählen nur Fakten, Fakten, Fakten

Der sachliche Chef wird immer dominanter in Wirtschaft und Gesellschaft. Für ihn zählen nur nachprüfbare Fakten, auch wenn sie mit dem zugrundeliegenden Problem nur am Rande zu tun haben. Eine eigene Idee verpackt man daher am besten in einen Wust von Fakten, um sie wirksam zu machen. Diese Fakten sollten ganz gut zu den Karrierezielen des Chefs passen; ob sie dem Unternehmen nützen, ist nicht so wichtig.

Der depressive Chef ist auf dem Vormarsch

Oft bekommen Chefs nicht das, was ihren Karrierevorstellungen entspricht. Dann werden sie antriebslos und melancholisch. Für die Mitarbeiter hat dies die Konsequenz, dass sie ihren Chef zum Jagen tragen müssen. Leider werden immer mehr Chefs depressiv, weil ihre Chefs ihnen die Luft zum Atmen nehmen. Für die Mitarbeiter ist dies ein echtes Problem, denn sie kommen oft nur dann weiter, wenn sie den Chef umgehen können.

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