Den Zahnersatz bei Hartz IV finanzieren

© Robert Kneschke - Fotolia.com
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Zahnersatz ist nicht billig. Gesetzlich Versicherte, dazu zählen auch alle Hartz IV Empfänger, bekommen von der gesetzlichen Krankenkasse nur einen Festzuschuss von rund 50 Prozent der Kosten für Prothesen, Bücken oder Füllungen. Der Zuschuss bezieht sich immer nur auf die medizinisch notwendige Regelversorgung, nicht auf die Kosten, die tastsächlich anfallen. Wählt der Patient ein hochwertigere Versorgung wie ein Implantat statt einer Brücke, dann muss er auch für die höheren Kosten aufkommen.

Finanzierungshilfen bei Hartz IV

Hartz IV Empfänger, Studenten mit Bafög, Frührentner und Geringverdiener können bei ihrer Krankenkasse für die Finanzierung von Zahnersatz neben einer Kostenbefreiung einen doppelten Festzuschuss beantragen. Für 2013 gilt ein Einkommen unter 994 Euro bei Einzelpersonen und 1366,75 Euro bei verheirateten Paaren als Einkommensgrenze für den doppelten Festzuschuss. Pro Kinder erhöht sich der Betrag um 248,50 Euro. Liegt das monatliche Einkommen unter der festgelegten Grenze, dann wird der doppelte Regelsatz erstattet. Der Härtefallantrag liegt bei den zuständigen Krankenkassen oder direkt beim Zahnarzt aus.

Ratenzahlungen vereinbaren

Reicht der Betrag dann immer noch nicht zur Deckung der Kosten aus, dann können Hartz IV Empfänger mit ihrem Zahnarzt Ratenzahlungen vereinbaren. Für den Dentisten besteht für diese Zahlungsweise keine gesetzliche Verpflichtung. Sprechen Sie mit dem Zahnarzt vor Beginn der Behandlung darüber und legen Sie den Hartz IV Bescheid vor. Welche Kosten die Krankenkasse tatsächlich übernimmt muss vor Behandlungsbeginn klar sein. In besonderen Fällen kann die Krankenkasse auch zur Zahlung des Restbetrages verpflichtet werden.

Zahnarztkosten senken

Wer in den letzten Jahren regelmäßig beim Zahnarzt war, der kann die entstehenden Kosten für den nötigen Zahnersatz durch das Bonusheft senken. Die Krankenkasse gewährt bei einem lückenlos geführten Bonusheft einen zusätzlichen Zuschuss von 20 Prozent für fünf Jahre oder 30 Prozent für 10 Jahre regelmäßige Zahnartbesuche. Bei Erwachsenen reicht ein Stempel pro Jahr. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren müssen zwei Mal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt gehen. Durch einen Kostenvoranschlag mit unterschiedlichen Versorgungsansätzen eines zweiten Zahnarztes lassen sich eventuell Kosten sparen. Ein Kostenvoranschlag darf von den Zahnärzten nicht in Rechnung gestellt werden.

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