Was es bei der Studienwahl zu beachten gilt

© Robert Kneschke - Fotolia.com
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Wer vor der Entscheidung für einen Studiengang steht, wird vielleicht zum ersten Mal im Leben den Wahrheitsgehalt der Redewendung ‚Qual der Wahl‘ zu spüren bekommen. Schließlich ist allein die Fülle an Optionen überwältigend und wie kann man als Jugendlicher oder junger Erwachsener schon wissen, wie man kurzweilige Hobbys von lebenslangen Interessen zu unterscheiden vermag?! Denn letztendlich handelt es sich hier ja in der Tat um eine Entscheidung fürs Leben. Zwar lässt sich dieser gerade mit Blick auf die auf dem Arbeitsmarkt zunehmend gefragte Mobilität und Flexibilität natürlich auch immer wieder eine neue Richtung geben. Um sich jedoch unnötige Umwege zu ersparen, empfiehlt es sich für angehende Studierende, sich einmal etwas genauer mit ihren beruflichen Wünschen auseinanderzusetzen.

Der optimale Start in die Orientierungsphase

Natürlich ist niemand vor Fehlentscheidungen und Enttäuschungen gefeit. Eine angemessene Vorbereitung schränkt das Risiko jedoch erheblich ein. Dazu zählt nicht zuletzt das Anlegen einer Checkliste, auf der man die eigenen Interessen, Wünsche und Fähigkeiten festhält. Dabei darf man ruhig etwas über das Ziel hinausschießen, sprich sich den Traumberuf bis ins kleinste Detail ausmalen. Möchte man beispielsweise lieber alleine oder im Team arbeiten? Bevorzugt man eine stille Bürotätigkeit oder hat der Kontakt mit anderen Menschen absolute Priorität? Hat man vielleicht bereits während der Schulzeit im Rahmen von Ferien- oder Nebenjobs besondere Talente bewiesen?
Wichtig ist, dass bei dieser umfangreichen Bestandsaufnahme auch der Spaßfaktor nicht übersehen wird. Zwar wünschen sich Eltern und Verwandte sicherlich nur das Beste für ihre Sprösslinge. Dieses ist jedoch nicht immer gut genug. Wer sich bei seiner Entscheidung ausschließlich von den Erwartungen anderer leiten lässt, wird gewiss keine große Freude an dem gewählten Studium haben.

Fundgruben für die Informationsbeschaffung

Hat man die persönlichen Bedürfnisse geklärt, so gilt es, die passenden Berufe zu finden. Hegt man hingegen noch Zweifel hinsichtlich der eigenen Erwartungen, so können sich einschlägige Tests im Internet oder vor Ort bei Bildungsinstitutionen als hilfreich erweisen. Diese handeln in der Regel die gesamte Palette an persönlichen Eigenschaften, Prioritäten etc. ab und führen im Idealfall sogar Ergebnisse mit einer Liste passgenauer Studiengänge bzw. Berufe auf.
Eine ausgezeichnete Informationsquelle bietet in diesem Zusammenhang das Berufsinformationszentrum, kurz BIZ genannt. Hierbei handelt es sich um ein Angebot der örtlichen Arbeitsämter, welches nicht nur Tests und Materialien, sondern auch Informationsveranstaltungen umfasst. Im Bedarfsfall ist es sogar möglich, sich persönlich von erfahrenen Ausbildungs- und Berufsexperten beraten zu lassen. Abgesehen davon findet man im BIZ alle nur denkbaren Materialien zu den bei den Tests vorgeschlagenen Studiengängen, Berufen und Ausbildungsstätten. Weiterführende Informationen zu den unterschiedlichen Studien erhält man an den einzelnen Hochschulen. Ob man nun die Studienordnung anfordert, das direkte Gespräch bei den Vertretern der jeweiligen Fachschaft sucht oder sich beim Tag der Offenen Tür sowohl einen ersten Eindruck von den Studieninhalten als auch den räumlichen Gegebenheiten verschafft, die Möglichkeiten der Recherche sind mannigfaltig.

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