Was im Vorstellungsgespräch nicht verraten werden muss

© contrastwerkstatt - Fotolia.com
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Zu einem Vorstellungsgespräch kann man noch so gut vorbereitet erscheinen, denn wenn der „Interviewer“ brisante Fragen stellt, verlieren Viele oft die Nerven. Bewusst gewählte „verbotene“ Fragen müssen jedoch in keinem Fall beantwortet werden, und falls der Personalleiter aus reiner Unwissenheit solche Fragen stellt, ist es ratsam, ihn oder sie auf deren Unzulässigkeit aufmerksam zu machen. Manchmal hört man auch davon, dass man solche Fragen gerne auch mit einer Lüge beantworten solle. Dies ist jedoch ein falscher Ansatz, um eine solche unangenehme Situation zu entschärfen. Tatsächlich ist es nämlich so, dass wenn eine Zusage ausgesprochen wird, die „Notlüge“ früher oder später auffliegen wird – der eigene Ruf und die Glaubwürdigkeit leiden in den meisten Fällen unter solch einer durchaus vermeidbaren Blamage.

– Hinweis auf „verbotene“ Fragen geben oder Schweigerecht beanspruchen

– Bei der Wahrheit bleiben, Lügen werfen ein schlechtes Bild auf den Interviewten

Verbotene Fragen erkennen und entschärfen

Manche Personalleiter sind sich tatsächlich nicht im Klaren, welche Fragen in ein Vorstellungsgespräch gehören und welche in einer solchen Situation fehl am Platz sind. Andere nutzen jedoch die Gunst der Stunde und bringen den potenziellen neuen Mitarbeiter mit Absicht in unangenehme Situationen, um die Souveränität und Stressresistenz zu testen. Dies stellt mit Sicherheit nicht die „feine englische Art“ dar und so ist es von großem Vorteil, wenn Bewerber einige dieser heimtückischen Fragen kennen.
Die Frage, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder ob ein baldiger Kinderwunsch besteht, darf getrost ignoriert werden. Auch eine geplante Hochzeit oder eine Scheidung hat den potenziellen Arbeitgeber nicht zu interessieren, ebenso wie etwaige finanzielle Schwierigkeiten oder die eigene Herkunft. Außerdem müssen Bewerber keinerlei Auskunft darüber geben, welche Partei sie wählen oder ob eine Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft vorliegt

Ausnahmen bestätigen die Regel

Fragen zur allgemeinen Gesundheit dürfen in der Regel nicht gestellt werden, sofern der angestrebte Beruf nicht im Gesundheits- oder Nahrungsmittelbereich liegt. Eine Auskunft über chronische Erkrankungen, Allergien, dem Gesundheitsstammbaum der Familie oder die Häufigkeit der Erkrankungen in den letzten Monaten müssen nicht beantwortet werden, sofern diese Informationen für den angestrebten Beruf unerheblich sind.

Es ist ganz verständlich, dass man sich bei einem Vorstellungsgespräch nur von seiner besten Seite zeigen möchte. Jedoch sollte jeder Bewerber auch strikte Linien zwischen seiner Privatsphäre und dem angestrebten Posten ziehen können, denn nicht jede Privatangelegenheit sollte für eine Zusage für einen Arbeitsplatz ausgebreitet werden müssen oder von Bedeutung sein. Bewerber müssen auch während dieser Kennenlernphase klare Grenzen ziehen – wenn dies missfällt, war es mit Sicherheit auch nicht der richtige Arbeitsplatz.

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