Motivationsprobleme: Wenn das Semester mal wieder länger dauert…

© Dan Race - Fotolia.com
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Rund drei Jahre dauert das Bachelorstudium für Vollzeitstudenten. Wird anschließend noch der Master angehangen, kommen mindestens fünf Jahre Studienzeit zusammen. Noch eine Doktorarbeit gefällig? Dann gibt es, je nach Studienrichtung, zusätzlich zwischen sechs Monaten und vier bis fünf Jahre on top. Summa summarum dann von der Pike bis zum Doktorhut bis zu neun oder zehn Jahre. Das bedeutet hohe Anforderungen an Konzentration, Zielgerichtetheit und Motivation. Was, wenn das eine oder andere zwischendurchmal verloren geht? Welche typischen Motivationsprobleme gibt es während des Studiums und was kann man dagegen tun?

Time is cash, time is money

Während die anderen bereits während der Ausbildung ihr erster Geld verdienen, müssen Studenten sich meist mit einem Taschengeld bescheiden oder nebenher Jobben gehen. Das kostet Kraft und schnell tut sich die Frage auf, ob nicht eine Ausbildung die bessere Wahl ist. Auch führt das Jobben mitunter zu einer Verlängerung der Studienzeit, weil das Vollzeitpensum sonst nicht zu bewältigen ist.

Motivationstipp: Überlegen, ob ein duales Studium möglich ist. Dann gibt es Ausbildungsgehalt und das berufliche Ziel kann gleichzeitig anvisiert werden. Andernfalls tröstet die Vorstellung, dass akademische Abschlüsse bei Arbeitgebern hoch angesehen sind und sich auch im Gehalt niederschlagen. Die Aussicht auf einen späteren besseren Verdienst lässt die Durststrecke besser aushalten.

Traumjob oder Albtraumjob?

Meist erwischt es Studierende in der zweiten Hälfte ihres Studienabschnittes: Die Frage, ob das wirklich das richtige Studienfach ist und ob die Vorstellungen vom erträumten Job auch der Realität entsprechen. Wen das Praxissemester hier unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat, verliert dann häufig die Motivation, das bisher favorisierte Studienfach weiter fortzusetzen. Auch Absolventenschwemmen können dazu führen, dass die Berufsaussichten in verschiedenen Studienfächern sich zunehmend verschlechtern. Je nach Studienfortschritt lohnt es sich also dann, auch nach alternativen und ergänzenden Fächern Ausschau zu halten und wieder frischen Wind in die eigene Lebensplanung zu bringen.

Verpatzte Prüfungen und keinen Draht zum Dozenten

Manchmal stimmt auch einfach die Chemie nicht zwischen den Tutoren und den Studenten. Manchmal passt auch einfach das Thema nicht. Und manchmal gibt es schwierige Zeiten, mit persönlichen Problemen und jede Menge Chaos, die das Lernen einfach vereiteln. Keine Lust, keine Zeit, kein Interesse. Da kann es helfen, Lerngruppen zu bilden und sich von den anderen mitziehen zu lassen.

Ein erster Schritt bei auftretenden Motivationsproblemen im Studium

Die wichtigste Voraussetzung ist Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Ein Gespräch mit Freunden oder auch der Familie kann Erleichterung bringen, nützt aber häufig nicht viel, weil Freunde und Familie selten objektiv beraten. Das Problem auf die lange Bank zu schieben und zu erwarten, dass es sich von alleine erledigt, wird in den meisten Fällen nicht funktionieren. Das haben auch die Unis und Fachhochschulen erkannt. Sie bieten Beratungen für Studierende an. Natürlich nehmen sie keine Entscheidungen ab, aber die Beratungsstellen helfen die Situation zu klären und können auch Lösungswege aus der Motivationskrise aufzeigen.

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