Mythos Fachkräftemangel – Was wirklich dran ist

© DOC RABE Media - Fotolia.com
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Wundern Sie sich auch manchmal über die Berichterstattung in den Medien, welche einen akuten Fachkräftemangel in Deutschland anprangert? Ist dieser wirklich vorhanden? Oder ist alles nur Panik-Mache? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

Fachkräftemangel in der Pflege

In Deutschland fehlen viele Akademiker. Auch andere Berufsfelder sind vom Fachmangel betroffen und werden es künftig sein: Pflegeberufe zum Beispiel. In diesem Sektor wird die Lücke, die aufklafft, immer größer. Weniger Personal steht gegenüber immer mehr zu pflegenden Menschen. Wie soll das funktionieren? Aus diesem Grund sind auch Quereinsteiger in der Pflegebranche willkommen. Sie haben zwar keine Ausbildung vorzuweisen, können sich grundlegende Kenntnisse jedoch mit Fortbildungen und Praktika aneignen.

Fachkräftemangel kein neues Problem

Als in Deutschland die Computer Einzug hielten, das war in den 80er-Jahren, fehlte schnell eine Vielzahl an EDV-Kräften. Was also tun? Studiengänge in diesem Bereich wurden ausgebaut. Die Studenten stürmten die Unis, machten Abschlüsse und hatten nur schlechte Chancen in die Berufswelt einzusteigen. Der zu erwartende Fachkräftemangel stellte sich als weniger gravierend heraus. Die Folge: arbeitslose EDVler, die sich nun umorientieren mussten.

Heute: Mangel an Ingenieuren?

Angeblich besteht in den heutigen Tagen ein Defizit an guten Ingenieuren – besonders in der Industrie. Doch fehlen hier wirklich Fachkräfte? Vielmehr ist es so, dass die Ingenieure am „falschen“ Standort leben, nicht bereit sind, für einen Job ans andere Ende des Landes zu ziehen. Auch Hochschulabsolventen gibt es im Bereich Ingenieurwesen genügend. Sie müssen nur die Chance bekommen, ihr Können unter Beweis zu stellen – auch ohne mehrjährige Berufserfahrung. Eines ist sicher: Einen Fachkräftemangel gibt es in Deutschland sicherlich, jedoch ist dieser weniger beängstigend als manche Medien diesen darstellen. Blicken wir positiv in die Zukunft: Die aktuellen Arbeitslosenzahlen machen Mut, dass auch künftig den Firmen ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen werden – um die ausgezeichnete Stellung in der Wirtschaft zu verteidigen.

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