Praktikum beim Zahnarzt

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Kleiner Erfahrungsbericht vieler Betroffener: Sie suchen einen Job, wollen umschulen oder machen gerade die erste Ausbildung und der Traum ist es, Zahnarzthelferin zu werden? Sie freuen sich, dass eine Praxis zugesagt hat und Sie nun freudig dem Praktikumsplatz entgegen streben: Auf geht es in den Tag. Die Praxis sieht sehr schön aus, die Kollegen sind nett, der Zahnarzt ist nicht Angst einflößend, es kann losgehen: Nachdem der Patient den Speichel durchtränkten Mund geöffnet hat, wissen Sie eines: Der Weg nach vorne ist der Falsche, die Flucht nach hinten angebracht. Der Traum ist geplatzt, wie es bei den 99 Luftballons von „Susanne Kerner“ nicht passierte: Sie mögen einfach nicht mehr Zahnarzthelferin werden.

Woran liegt es? Sie stellen fest, dass Sie neben glänzenden Zähnen und niedlichen Zahnlücken vergessen haben, dass es auch das Gegenteil gibt: Denn Zähne sind wie Wolken und der Himmel: Dort gibt es auch einmal ein Schwarz, etwas Rot dazwischen, auch goldgelben Himmel, der auf Zähne bezogen eher schlecht wirkt. Sie suchen sich einen anderen Job und huschen erst einmal hinter die Theke, hinter den Tresen der Praxis. Dort werden Sie in Briefform mit Karies, Parodontose, Befunden und furchtbaren Bildern konfrontiert, dass Sie nun auch keine Lust mehr haben, über diese Zahnschmerzen und Wurzelbehandlungen zu schreiben, geschweige denn Akten von falschen Zähnen, Brücken oder Amalgam – Füllungen zu ordnen. Sie ergreifen die Flucht und suchen sich einen anderen Job. Beim Zahntechniker treffen Sie auf einen Hund, der als Dienstbote fungiert und direkt aus Neupfundland zu Ihnen gekommen ist. Sie entwerfen nun falsche Zähne, das ist wesentlich schöner und man kann so wunderbar basteln, neben dem langsamen ticken der Uhr und den Genüssen auf dem Teller nebenan, die den Gaumen verwöhnen.

Textarbeit mit Herz

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