Studieren mit Kind – aber wie?

© Dan Race - Fotolia.com
© Dan Race – Fotolia.com

Wenn eine Studentin schwanger wird, dann handelt es sich dabei meist um eine ungeplante Schwangerschaft. Denn eigentlich wollte sie so schnell wie möglich ihr Studium absolvieren und eine eventuelle Familienplanung musste davor zurücktreten. Deshalb wird die Nachricht des Gynäkologen über die bestehende Schwangerschaft zwar einerseits große Freude hervorrufen, aber von einem Moment zum anderen ändert sich alles im Leben. Der größte Fehler wäre, ein bereits begonnenes Studium abzubrechen, denn Studienplätze wachsen nicht auf den Bäumen und der Karriereknick zeichnet sich ab. Für die Zeit des Mutterschutzes und der Geburt kann ein Urlaubssemester oder in manchen Bundesländern auch ein Lernraumsemester eingelegt werden. Das schafft Zeit für die Geburt und für die weitere Lebensplanung.

Finanzielle Hilfen

Es gibt eine ganze Reihe finanzieller Hilfen, die eine junge, studierende Mutter in Anspruch nehmen kann. Vom Elterngeld und dem BAföG über das Kindergeld bis hin zum Mutterschaftsgeld gibt es viele solcher Unterstützungen, die in Frage kommen. Doch das Recht auf bestimmte Unterstützungen hängt auch zum Beispiel von Versicherungsfaktoren ab. Verschiedene Stiftungen springen ebenfalls mit Hilfen ein, damit die junge Mutter weiterstudieren kann. Sogar das duale Studium kann weitergeführt werden, wenn man richtig plant und sich beizeiten um alle organisatorischen Fragen kümmert.

Studentische Eltern oder Väter

Oft genug sind sowohl Mutter wie auch Vater Studenten. Es gibt auch die Konstellation, dass ein Kind beim Vater aufwächst und er Hilfe benötigt. Auch dann besteht die Möglichkeit, sich beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu erkundigen, wie weiterstudiert werden kann. Denn Geldprobleme haben fast alle Studenten und der Lebensunterhalt muss gesichert sein. Aber nicht nur die finanzielle Seite ist problematisch, denn oft genug führen die Probleme zu Ängsten und Depressionen. Auch da gibt es Hilfsangebote, denn in jeder Gemeinde existieren soziale Dienste, die unterstützen können.

Kindergärten, Krippen und Wohngemeinschaften

Wenn die Großeltern bei der Betreuung des Kindes oder der Kinder nicht einspringen können, bleiben Kindergärten und Kinderkrippen. Hier sind auch Ganztagesbetreuungen möglich, damit Studierende auch mit Kind eine Chance haben. Eine weitere Möglichkeit bieten Wohngemeinschaften, die aus Eltern mit Kindern bestehen können. Aber auch eine neue Form von Wohngemeinschaft macht gerade Schule. Mehrgenerationen-Wohngemeinschaften sind eine tolle Chance, jung und alt zusammenzubringen. Die Älteren können die Kinderbetreuung übernehmen, aber sie ziehen auch für sich zahrlreiche Vorteile aus diesem Modell. Studieren mit Kind ist durchaus möglich, aber man muss wissen, wie es geht und man darf bei auftretenden Schwierigkeiten nicht gleich resignieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.