Vermögen vermehren: Der Job des Finanzberaters


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Finanzberater haben eine verantwortungsvolle Aufgabe, sie analysieren und optimieren die finanzielle Situation ihrer Kunden. Da die private Altersvorsorge für zukünftige Rentnergenerationen immer wichtiger wird, hat der Beruf eine gute Zukunftsperspektive.

Die Qualifizierung durch Aus- und Weiterbildung

Für den Job des Finanzberaters gibt es keinen traditionellen Ausbildungsweg, zudem ist die Berufsbezeichnung nicht geschützt.

Die erste Stufe zum Finanzberater sind die Ausbildung zum Bank-, Immobilien- oder Versicherungskaufmann sowie branchenähnliche Ausbildungen. Alternativ kann ein wirtschaftswissenschaftliches Studium als Grundlage für die Tätigkeit dienen. Quereinsteiger haben oft in den Vertriebsgesellschaften von Finanzdienstleistern als Trainee eine Chance.

Die zweite Stufe ist eine Weiterbildung. Sie findet meist in Form von Wochenend- oder Abendlehrgängen an einer Akademie oder Industrie- und Handelskammer statt.

Während der Weiterbildung lernen die angehenden Finanzberater je nach Lehrgang und Institut Finanz- und Versicherungsprodukte kennen, erfahren die Mechanismen der Baufinanzierung oder beschäftigen sich mit Themen wie geschlossene Fonds.

Neben fachlichem Wissen muss ein angehender Finanzberater Soft Skills für seine Beratungstätigkeit mitbringen. Dazu gehören Empathie, Kommunikationstalent und Verhandlungsgeschick.

Die Beratungsaufgaben

Beim Dienstleistungsberuf Finanzberater geht es um die umfassende finanzielle Beratung von Privatpersonen, Selbstständigen und Gewerbetreibenden. Zunächst analysiert ein Finanzberater die finanzielle Situation seines Klienten und macht sich ein Bild von dessen individuelle Lebenssituation. Dann entwickelt der Berater ein Konzept und empfiehlt Finanzprodukte, um die monetäre Situation seines Kunden nachhaltig zu optimieren.

Je nach Art des Klienten erfordert die Beratung ein weites Spektrum an Fachwissen: Eine junge Familie mit dem Wunsch nach einer eigenen Immobilie erfordert einen ganz anderen Ansatz als ein fünfzigjähriger Single, der seine Altersvorsorge optimieren will. Gewerbetreibende wiederum haben ganz andere Anforderungen an Finanzberater als Privatpersonen.

Deshalb spezialisieren sich Finanzberater oft, zum Beispiel in den Bereichen Versicherungen oder Baufinanzierung.

Die Arbeitgeber

Je nach Tätigkeitsschwerpunkt arbeiten Finanzberater in unterschiedlichen Sparten der Branche:

  • Banken, Sparkassen und private Kreditinstitute
  • Bausparkassen
  • Finanzdienstleistungsunternehmen
  • Immobiliengesellschaften
  • Rating-Agenturen
  • Versicherungen
  • Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Darüber hinaus gibt es auch unabhängige Finanzberater, die ihre Kunden selbstständig auf Honorarbasis betreuen.

Die Verdienstmöglichkeiten

Finanzberatung ist eine verantwortungsvolle Tätigkeit und erfordert umfangreiches Know-how, entsprechend gut sind die Verdienstmöglichkeiten. Laut Gehaltsvergleichsportal gehalt.de erhalten Finanzberater je nach Position und Berufserfahrung ein monatliches Bruttogehalt zwischen rund 5.400 und mehr als 12.000 Euro.

Bis zu 69.000 Euro brutto im Jahr verdient ein Seniorberater beispielsweise bei dem Finanzdienstleister tecis. Trainees fangen bei tecis und anderen Finanzberatungen natürlich kleiner an.

In einem großen Finanzhaus wie der Deutschen Bank verdienen erfahrene Finanzberater sehr gut: Sie bringen es auf eine durchschnittliche Grundvergütung in Höhe von etwa 80.000 Euro.

Finanzberater der Bausparkasse Schwäbisch Hall stehen ebenfalls gut da: Ihr jährliches Grundgehalt beträgt zwischen 76.000 und 82.000 Euro.

Wesentlich schmaler fällt das Jahresgrundgehalt eines Finanzberaters bei der Commerzbank aus – es beträgt zwischen 34.000 und 38.000 Euro.

(Alle Zahlen: Gehalt.de/Glassdoor.de, Stand 11/2019)