Workaholic – Die Arbeitssucht

Workaholic
© Robert Kneschke – Fotolia.com

Als Workaholics werden die Menschen bezeichnet, die unter einer Arbeitssucht leiden. Bei einem Workaholic rücken soziale Kontakte und die Familie, ähnlich wie bei anderen Suchtkranken, in den Hintergrund, da nur Arbeit und Leistung für sie zählen. Dabei ist es unwichtig, ob die Arbeit lebenswichtig oder vollkommen unbedeutend für die Menschheit ist – die Arbeit wird perfektionistisch und so gut es geht umgesetzt.

Woran erkennt man einen Workaholic?

Zum Workaholic wird man meist dann, wenn man keine festen Arbeitszeiten hat, und für sich selbst verantwortlich ist. Arbeitssucht tritt daher insbesondere bei Selbständigen und bei Menschen in Führungspositionen auf, da diese sich, anders als normale Angestellte, an ihrer Leistung messen. Bei Arbeitssüchtigen korrelieren Leistung und Selbstbewusstsein: Wird in einem Moment nicht gearbeitet, fühlt sich der Workaholic nutzlos und verspürt das Verlangen, weiter zu arbeiten, damit die Stimmen in seinem Kopf Ruhe geben.
Wie bei Menschen mit Drogenproblemen, fängt die Arbeitssucht harmlos an: Man strengt sich an, da man besonders gut in seiner Tätigkeit sein möchte. Das reicht den Betroffenen allerdings irgendwann nicht mehr, weshalb die Dosis erhöht werden muss. So steigert sich das Arbeitspensum immer weiter, bis die Arbeitssucht zu einer ausgewachsenen Krankheit geworden ist.

Folgen der Arbeitssucht

Mit zunehmender Arbeitssucht verschlechtern sich die sozialen Kontakte und die körperliche Konstitution. Beziehungen und Freundschaften gehen in die Brüche, es kann zum Burn-Out und zur Abhängigkeit von Drogen kommen. Auch Symptome wie Depressionen, Suizid und Angstzustände wurden bei Betroffenen beobachtet.
Die Arbeitssucht gipfelt darin, dass der Workaholic psychisch und körperlich gar nicht mehr in der Lage ist, zu arbeiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.